„Verspätungsschal“ einer Pendlerin bringt 7550 Euro

Written by on 12. Februar 2020

Eine strickende Pendlerin kann sich über ein üppiges Schmerzensgeld freuen. Claudia Weber komponierte einen Streifenschal nach den Verspätungszeiten ihres Zuges. Das Ergebnis ist ein Armutszeugnis für die Deutsche Bahn.

Der sogenannte Verspätungsschal einer Münchner Bahnpendlerin ist für 7550 Euro versteigert worden. Das Höchstgebot wurde auf einer Internetplattform am Montagabend abgegeben. Den 1,50 Meter langen Schal hatte eine Pendlerin aus der Nähe von München gestrickt, um die Verspätungen der Deutschen Bahn im vergangenen Jahr farblich darzustellen.

Jeden Tag strickte Claudia Weber zwei Reihen und nahm dafür unterschiedliche Farben: bei weniger als fünf Minuten Verspätung graue, bei fünf bis 30 Minuten rosafarbene und bei einer Fahrt, die mehr als eine halbe Stunde verspätet war, rote Wolle.

Der Erlös des 1,50 Meter langen gestrickten Kunstwerks kommt der Bahnhofsmission zugute. Die kümmere sich „so toll um Gestrandete und Hilfesuchende, die könnten das Geld gut gebrauchen“.


SLMM 01 „Main Stream“ (Hauptchannel)

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